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UBS-Chefökonom: "Regulierungsdichte behindert Schweizer Innovationsfähigkeit"

April 28, 2016 - 12:37:01 - VideoID: 13392908 Daniel Kalt, Innovation, UBS
Auch ein Jahr nach Aufgabe der Euro-Kursuntergrenze durch die SNB spüre die Schweizer Wirtschaft noch immer deren Folgen. Der starke Franken sowie die hohe politische Unsicherheit, unter anderem wegen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative, hemmten und verzögerten Investitionsentscheide der Unternehmen, wie Daniel Kalt, UBS-Chefökonom Schweiz, am Donnerstag gegenüber AWP Video erklärte.

Zudem sei die Schweiz in den letzten Jahren im sogenannten "Ease-of-Doing-Business-Ranking" von Platz 3 auf jetzt Platz 26 zurückgefallen. "Wenn man misst, wie einfach es in einem Land ist, eine unternehmerische Tätigkeit aufzunehmen, dann sind wir als Schweiz da effektiv zurückgefallen. Es scheint, dass die Regulierungsdichte deutlich zugenommen hat", so Kalt.

Das habe so der UBS-Chefökonom sicher auch etwas damit zu tun, dass man in der Schweiz Regulierungen tendenziell übergenau umsetzt. "Bei den Baubewilligungen sind wir auf Platz 56 im internationale Vergleich abgerutscht. Man sieht, dass das Regulierungsdickicht Prozesse verlangsamt."

Wie die Schweiz Forschung und Innovation unterstützen kann, um eine Abwanderung ins Ausland zu vermeiden - und warum das Wachstum der letzten 10 Jahre nicht nachhaltig ist, das erläutert Kalt im Video-Interview.


Byline: Andreas Hohn

Location: Zürich Schweiz

Notes: Achtung: Das ursprünglich mit dem UBS-Schweiz-Chef angekündigte Video-Interview wurde aufgrund der Nichtverfügbarkeit von Lukas Gähwiler stattdessen mit dem UBS-Chefökonom Daniel Kalt durchgeführt!!

Type: Interview