Direkt_DE
Tierquälerei am ESAF? Tierschützer kritisieren Lebendpreise
Der Siegermuni gehört zum ESAF wie die Zwilchhose zum Schwingen. Das muss nicht sein, meinen Tierschützer, die auf dem Gelände des Eidgenössischen in Pratteln gegen die Lebendpreise demonstrieren wollten – was jedoch nicht bewilligt wurde. „Die Tiere sind einem enormen Stress ausgesetzt”, sagt Olivier Bieli gegenüber Keystone-SDA. Vom Gang der Tiere zur Arena hat er Videos gedreht. Auf denen sieht man, wie eine Kuh am Schwanzansatz „gezwickt” wird. „Dies ist die Vorstufe, um Schmerzen anzukündigen. Sie weiss: Wenn sie jetzt nicht geht, wird es schmerzen”, sagt Bieli weiter. Nicht einverstanden mit dieser Kritik ist der Stallmeister am ESAF, Urs Schneider. „Die Tiere haben keinen Stress, sonst würden sie hier im Stall vor den Besuchern nicht liegen.” Zum Vorwurf des „Zwickens” sagt er: „Den Tieren wurden und werden keine Schmerzen zugefügt.”
Byline: Adrian Reusser
Location: Pratteln Schweiz
Type: Reportage