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Taskforce-Präsidentin: "Ähnliche Situation wie in Österreich, einfach verzögert"
Die epidemiologische Situation in der Schweiz entwickle sich im Moment ähnlich wie die Situation in Österreich, jedoch mit einer zeitlichen Verzögerung von rund drei bis fünf Wochen, so die wissenschaftliche Covid-19-Taskforce des Bundes. Seit Mitte November nehmen die gemeldeten Sars-CoV-2-Fälle in der Schweiz mit einer Verdoppelungszeit von rund zwei Wochen zu.
Dies entspreche einer wöchentlichen Zunahme von rund 40 Prozent, sagte die Taskforce-Präsidentin Tanja Stadler am Dienstagnachmittag vor den Medien. Auch die Zahl der neuen Hospitalisierungen steige aktuell um 40 Prozent pro Woche. Per 21. November seien rund 160 IPS-Betten belegt gewesen, mit einer wöchentlichen Steigerung von 20 Prozent.
Mit 400 und mehr Covid-19-Patienten wären die mit dem vorhandenen Intensiv-Fachpersonal betreibbaren Intensivbetten gesamtschweizerisch erschöpft. Alle nicht-dringlichen Interventionen würden gesamtschweizerisch gestoppt und die Behandlungsqualität sinke, sagte sie weiter.