AWP
Swissmem: "Keine Deindustrialisierung nach Frankenschock"
Die Schweizer MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) hat im 1. Halbjahr 2015 massiv unter dem Frankenschock im Januar gelitten. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hätten im Gegensatz zu den grossen, teils börsenkotierten Unternehmen, deutliche Margeneinbrüche und Auftragseinbussen erlitten, sagte Hans Hess, Präsident Swissmem, anlässlich einer Medienkonferenz am Mittwoch gegenüber AWP Video.
Mit Sofortmassnahmen habe die MEM-Industrie daher versucht, die schlimmsten Folgen der Frankenstärke in der Folgezeit auszugleichen. "Viele Firmen mussten Preisnachlässe machen, um wenigstens einen Teil der Aufträge zu behalten", so Hess weiter. "Die meisten Unternehmen arbeiten jedoch an Effizienzsteigerungen, Kostenreduktionen und Innovationen", zeigte sich der Swissmen-Präsident optimistisch.
Wie er die Aussichten im 2. Halbjahr einschätzt und warum der Standort Schweiz trotz eines hohen Anpassungsdrucks eine gute Position habe, dies erläutert Hess im Video-Interview.
Byline: Andreas Hohn
Location: Zürich Schweiz
Type: Interview