AWP
Steuerexperte: "Unternehmen überlegen sich, gewisse Funktionen zu dislozieren"
Schweizer Unternehmen schauen nach dem Scheitern der Unternehmenssteuerreform III (USR III) sehr genau hin, wohin die internationalen Entwicklungen gehen. Dabei ginge es vor allem um die Frage, ob sie gegebenenfalls vorzeitig auf ihre Steuerprivilegien verzichten müssen und ob sie Massnahmen vornehmen müssen, um den Steuereffekt in Grenzen zu halten, sagte Stefan Kuhn, Leiter Unternehmenssteuern bei KPMG, anlässlich der Veröffentlichung des "Swiss Tax Report 2017" am Donnerstag gegenüber AWP Video.
"Viele machen sich Gedanken, vielleicht nicht gleich das ganze Unternehmen aus der Schweiz zu dislozieren, aber dennoch gewisse Funktionen auszulagern. Andere Unternehmen sind in einer Warteposition", so der KPMG-Steuerexperte weiter.
Wie gross der Druck auf Bund und Kantonen ist, eine neue Reformvorlage vorzulegen, welchen Spielraum die Kantone heute beim Thema Teilbesteuerung vs. Gewinnsteuersatz haben und warum das ungarische Modell nicht für die Schweiz taugt, dazu äussert sich Kuhn im Video-Interview.
Byline: Andreas Hohn
Location: Zürich Schweiz
Notes: ACHTUNG: Dies ist die ungekürzte Variante des heutigen Video-Interviews mit KPMG-Steuerexperten Stefan Kuhn. Die gekürzte Version haben wir bereits gg. 13:30 Uhr versendet!!
Type: Interview