AWP

SECO-Bericht: "Leichte Abnahme beim Qualifikationsniveau am Arbeitsmarkt"

Die Arbeitsmarktentwicklung in der Schweiz im Jahr 2015 war geprägt durch die Frankenaufwertung und die damit verbundene Wachstumsverlangsamung der Schweizer Wirtschaft. Dies hatte eine steigende Arbeitslosigkeit sowie eine sinkende Einwanderung zu Folge, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in seinem "12. Observatoriumsbericht zum Personenfreizügigkeitsabkommen Schweiz - EU" konstatiert. Besonders für Deutsche sei die Schweiz aufgrund der boomenden Wirtschaft in Deutschland momentan weniger attraktiv, erklärte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit, am Dienstag gegenüber AWP Video.

Zudem habe es einen markanten Wechsel in der Zusammensetzung der Herkunftsländer gegeben, so der SECO-Bericht. Diese Verschiebung geht zwar verstärkt zu Einwanderern aus Süd- und Osteuropa. "Doch man muss dies differenziert anschauen. Nach wie sind über 50% der Einwanderer tertiär ausgebildet - das ist mehr als bei der einheimischen Bevölkerung." Durch die höhere Wanderbereitschaft aus dem ost- und südeuropäischen Raum sei dennoch ein leichter Rückgang beim Qualifikationsniveau verbunden, so Zürcher.

Welche Auswirkungen auf die Schweiz er bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative und welchen Trend er am Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten erwartet, das erläutert der Leiter Direktion für Arbeit im Video-Interview.



Byline: Andreas Hohn

Location: Bern Schweiz


Type: Interview