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Neat schöpft wegen Zufahrten Verlagerungspotenzial nicht aus

November 19, 2025 - 15:05:03 - VideoID: 118716584 Ausbau, Cargo, Deutschland, Güterverkehr, Italien, Neat

Die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene ist in den letzten zwei Jahren ins Stocken gekommen. Der langsame Ausbau der Zufahrtsstrecken vor allem in Deutschland bremst. So kann die Neat ihr Verlagerungspotenzial nicht ausschöpfen.

Das Verlagerungsziel von noch 650'000 Lastwagenfahrten der 1994 angenommenen Alpeninitiative war auch 2024 überschritten. 960'000 Lastwagen fuhren stattdessen durch die Alpen, wie der Bundesrat zum am Mittwoch verabschiedeten neuen Verlagerungsbericht mitteilte.

Hauptsächlicher Bremsklotz ist die nördliche Zulaufstrecke, wie der Bundesrat festhielt. Dort kommt die Modernisierung nur langsam voran. Die Infrastruktur verunmöglicht demnach einen zuverlässigen Betrieb und entspricht nicht den Anforderungen an eine leistungsfähige Güterbahn.

Wo die Strecken modernisiert sind, behindern Baustellen und mangelnde Kapazitäten auf den Ausweichstrecken die Qualität und Produktivität des Güterverkehrs mit der Bahn.

Der Bundesrat will sich deshalb in den kommenden Jahren für eine rasche Modernisierung in den Nachbarländern engagieren. Zudem setzt er sich für eine bessere internationale Koordination sowie ausreichende Umleitungen ein.


Byline: Adrian Reusser

Location: Bern Schweiz


Type: Reportage