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KPMG-Studie: "Ohne USR III werden Unternehmen abwandern"

Der Schweiz drohen milliardenschwere Steuersubstratverluste, falls die Unternehmenssteuerreform III (USR III) scheitert. Dies ist eines der Ergebnisse des "Swiss Tax Reports 2016" von KPMG Schweiz, welcher die Gewinn- und Einkommenssteuersätze aus 130 Ländern und in allen 26 Kantonen verglichen hat.

Als Schwerpunkt  thematisiert die Studie mögliche Folgen eines Scheiterns der USR III. "Sollte die Unternehmenssteuerreform III im Parlament scheitern, dann schaffen wir eine grosse Unsicherheit. Und die Kantone hätten ein Instrument weniger zur Verfügung, um ihre Gewinnsteuern zu senken", erklärte KPMG Tax-Chef Peter Uebelhart am Mittwoch in Zürich gegenüber AWP Video.

Er sei aber zuversichtlich, dass sich Nationalrat und Ständerat spätestens im Juni einigen, da "die politischen Differenzen nur noch gering" seien, so Uebelhart weiter.

Heute noch gültige Steuerprivilegien für Unternehmen würden aber weder mit noch ohne USR III weiter bestehen, ist sich der Steuerexperte sicher. "Wenn wir bei einem Scheitern der USR III keine guten Ersatzmassnahmen anbieten können, dann werden Unternehmen abwandern."

Welche Nachteile der ab 2018 in Kraft tretende "Spontane Informationsaustausch" SAI möglicherweise bringt und ob das "Country by Country Reporting" wirklich mehr Transparenz für Steuerbehörden bringt, das erläutert Uebelhart im Video-Interview.


Byline: Andreas Hohn

Location: Zürich Schweiz

Notes: ACHTUNG! Dies ist die leicht gekürzte Version des Video-Interviews mit KPMG-Steuerchef Peter Uebelhart. Die längere Version wurde bereits versendet.



Type: Interview