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Immobilien-Experte: "Zürich und Genf noch immer überbewertet"

Die UBS hat bei ihrem neu lancierten "Global Real Estate Bubble Index" die Wohnimmobilienpreise von weltweit 15 Finanzzentren ausgewertet und festgestellt, dass die meisten untersuchten Städte überbewertet sind. Doch im Vergleich zu London und Hongkong bleiben Wohnimmobilien in den Stadtzentren von Genf und Zürich noch erschwinglich, wie Claudio Saputelli, Leiter Global Real Estate Research UBS, am Donnerstag gegenüber AWP Video erklärte.

"Eine wichtige Erkenntnis ist, dass die Immobilienmärkte von Finanzzentren im Vergleich zu ihren Ländern viel stärker performen", sagte Saputelli. "Dort sind die Überhitzungen viel ausgeprägter."

Daher müsste man, so Saputelli, in London und Hongkong in den nächsten Jahren mit Korrekturen rechnen.

Einen grossen Einfluss auf die Entwicklung der Immobilienpreise hätten auch die Notenbanken. "Wir gehen davon aus, dass die global tiefen Zinsen und die starken Liquiditäts-Spritzen der Nationalbanken dazu geführt haben, dass die Zahlungsbereitschaft für Wohnfläche höher ist, als noch vor 10 Jahren," so der Immobilien-Experte.

Wie er das Zinsumfeld in den nächsten zwei Jahren einschätzt und warum Anleger vom neuen Immobilienblasen-Index profitieren können, das erläutert Saputelli im Video-Interview.


Byline: Andreas Hohn

Location: Zürich Schweiz


Type: Interview