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Ifo-Chef Sinn: "Märkte völlig unbeeindruckt von Griechenland-Gefahr"

April 01, 2015 - 11:29:24 - VideoID: 11448425 euro, ezb, franken, griechenland, hans-werner sinn, ifo institut, qe, quantitativ-easing-programm, schweiz, snb
Die Europäische Union wird mit weiterem Geld versuchen, Griechenland in der Euro-Zone zu halten. Diese Überzeugung äusserte Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo Instituts, am Mittwoch gegenüber AWP Video. Gerade wegen der aussenpolitischen Implikationen, die ein Austritt hätte. "Man denke nur an Russland und damit verbundene Gefahren".

Sinn erklärt weiter, wie ein allfälliger Austritt konkret bewerkstelligt werden müsste.

"Die EZB hat mit dem Quantitative-Easing-Programm ihre letzte Kugel verschossen", zeigt sich der Ifo-Präsident skeptisch. Den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik erachtet er als sehr schwierig. Er geht daher davon aus, dass die Zinsen wohl noch sehr lange sehr niedrig bleiben werden.

Der starke Franken sei für die Schweizer Exportwirtschaft schwierig. Notfalls müsse man laut Sinn zu einer Art Devisen-Bewirtschaftung übergehen, "denn es kann nicht sein, dass die Schweiz nur als Spekulationsobjekt verwendet wird."

Wie sich die Schweizer Anleger positionieren sollten und wie er die derzeitige Hausse an den Aktienmärkten einschätzt, das verrät Sinn im Video-Interview.


Byline: Andreas Hohn

Location: Zürich Schweiz


Type: Interview