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CS-Studie: "Fehlanreize im Schweizer Gesundheitswesen"

Die Grossbank Credit Suisse berichtet in ihrer am Montag publizierten Studie "Schweizer Gesundheitswesen: Wachstum unter Kostendruck", dass die Gesundheitskosten in den vergangenen zehn Jahren um gut ein Drittel gestiegen sind. Entgegen der weitverbreiteten Annahme sei jedoch nicht die demografische Alterung hauptverantwortlich dafür gewesen. "Einer der Hauptgründe ist der technologische Fortschritt, denn es gibt immer mehr Möglichkeiten, Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln", sagte Branchenexperte Andreas Christen gegenüber AWP Video.

Laut dem Hauptautor der Studie käme es aufgrund dieses Systems der sozialen Finanzierung auch zu einer starken Konsumierung von Leistungen. "Es gibt verschiedene Fehlanreize im Gesundheitswesen, daher müssten gewisse Dinge von der Politik angepasst werden", so Christen weiter.

Warum daher von kontinuierlich höheren Krankenkassenbeiträgen auszugehen ist, wie dem Fachkräftemangel zu begegnen ist und welcher Bereich im Gesundheitssektor für private Investoren immer interessanter wird, das erläutert der CS-Branchenexperte im Video-Interview.



Byline: Andreas Hohn

Location: Zürich Schweiz


Type: Interview