AWP

CS-Pensionskassenumfrage: "Gefahr, dass Neurentner zu viel Geld erhalten"

Gemäss Schweizer Pensionskassenumfrage 2017 der Credit Suisse hat sich die Problematik der nicht vorgesehenen Umverteilung in der 2. Säule von den aktiven Versicherten zu den Rentnern im Jahr 2015 weiter verschärft. Dies sei sowohl auf die steigende Lebenserwartung der Versicherten als auch auf das Tiefzinsumfeld zurückzuführen, sagte Branchenökonomin Emilie Gachet am Dienstag gegenüber AWP Video.

Sollten die Parameter der beruflichen Vorsorge wie der technische Zins oder der Umwandlungssatz nicht an die demographische Entwicklung angepasst werden, bestehe die Gefahr, dass "die Neurentner im Vergleich zu den aktiven Versicherten zu viel Geld erhalten", so die Co-Autorin der Studie weiter.

Darüber hinaus gebe aber weiteren Handlungsbedarf. "Der Druck auf die Politik ist relativ hoch. Wir hoffen, dass die Rentenreform "Altersvorsorge 2020" im Herbst über die Bühne geht. Doch allen Beteiligten ist klar, dass die Diskussion weitergehen muss, um das Altersvorsorgesystem in der Schweiz gesund zu erhalten", sagte Christian Wicki, Leiter Strategieberatung Institutionelle Kunden bei Credit Suisse.  

Welche Risiken in der Anlagestrategie der Pensionskassen stecken und welche Folgen ein weiteres Absenken des Referenzzinssatzes für die Versicherten hätte, das erläutert Wicki im Video-Interview.

Byline: Andreas Hohn

Location: Zürich Schweiz

Notes: Dies ist ein Doppel-Interview anlässlich der aktuellen Schweizer Pensionskassenumfrage der Credit Suisse.

Type: Interview