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CLEANFEED: Weniger Abfall im Kehrichtsack und doch zu viel Wiederverwertbares

In der Schweiz ist 2022 weniger Abfall im Kehrichtsack gelandet als noch vor zehn Jahren. Dennoch besteht ein Fünftel des Kehrichts aus Stoffen, die eigentlich wiederverwertbar sind. Zudem wäre es bei mehr als der Hälfte der weggeworfenen Lebensmittel vermeidbar gewesen, diese zu entsorgen. Das zeigt das Bundesamt für Umwelt (Bafu) in seiner neuen Studie "Erhebung der Kehrichtzusammensetzung 2022", die es am Dienstag den Medien in Bern vorstellte. Demnach kommen pro Jahr rund 6 Millionen Tonnen Abfall aus Haushalten und Kleingewerbe zusammen. Das sind 671 Kilo sogenannte Siedlungsabfälle pro Person. Etwa die Hälfte dieser Siedlungsabfälle wird separat gesammelt und verwertet. Die andere Hälfte kommt in die Kehrichtverbrennungsanlagen. Im Vergleich zur letzten Kehrichtsackanalyse aus dem Jahr 2012 nahm der Haushaltsmüll pro Person von 206 auf 148 Kilo und damit um 58 Kilo ab. Zustande kam die Reduktion durch die Bemühungen zur Förderung des Recyclings.

Byline: Julien Grindat

Location: Bern Schweiz


Type: Raw