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CLEANFEED CUT: Schweizer Fahrende wurden Opfer von Verbrechen gegen Menschlichkeit
Die Verfolgung von Sinti und Jenischen im 20. Jahrhundert in der Schweiz ist nach Massgabe des heutigen Völkerrechts ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das anerkennt der Bundesrat. Rund 2000 Kinder von Fahrenden dürften ihren Familien weggenommen worden sein.
Das "Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse" von Pro Juventute nahm zwischen 1926 und 1973 rund 600 Kinder von Jenischen ihren Familien weg. Sie wurden zwangsweise in Heime gesteckt oder in Pflegefamilien untergebracht. "Unter Missachtung rechtsstaatlicher Prinzipien", wie der Bundesrat am Donnerstag schrieb.
Byline: Adrian Reusser
Location: Bern Schweiz
Type: Raw