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Arbeitskräftemangel gefährdet Energiewende
Nach dem Ja zum Klimaschutzgesetz warnt die Gewerkschaft Unia vor dem Arbeitskräftemangel. Dieser könnte das Programm zur Sanierung des Immobilienbestands gefährden. Einzig bessere Arbeitsbedingungen in den entsprechenden Berufen könnten die Gefahr abwenden. Das umfassende Gebäudeprogramm werde zahlreiche zusätzliche Arbeitskräfte benötigen, teilte die Unia am Donnerstag vor den Medien in Bern mit. Im Klimaschutzgesetz würden Mittel bereit stehen, um den aktuellen CO2-Ausstoss-Anteil der Gebäude von einem Drittel auf Null zu senken und den Verbrauch von 44 Prozent der Energie zu reduzieren. Wegen des Arbeitskräftemangels kann nach Ansicht der Unia das Netto-Null-Ziel bis 2050 nicht erreicht werden. In den Schlüsselbranchen Gebäudetechnik und Elektrogewerbe sei der Mangel geradezu alarmierend. Einerseits fehlten Lernende, andererseits kehrten Berufsleute den Branchen den Rücken.
Byline: Julien Grindat
Location: Bern Schweiz
Type: Reportage